Von Phu Quoc ins Mekong-Delta

In unserem Hotel auf Phu Quoc haben wir für 510.000 Dong (~18,85€) pro Person Tickets zum Mekong-Delta gekauft. Zunächst haben wir gegen Mittag eine Schnellfähre zurück aufs Festland genommen, die uns in ca. 2,5h nach Rach Giá gebracht hat. Dort mussten wir in einen kleinen überfüllten Bus umsteigen, der uns ca. 20 Minuten zur großen Busstation gefahren hat. Am Busbahnhof angekommen haben wir eine Weile gewartet bevor es mit einem Reisebus in ca. 3.5h in die Stadt Can Tho im Mekong-Delta ging. Da der Bus etwas außerhalb der Stadt gehalten hat mussten wir noch in ein kostenloses Shuttle zum Hotel umsteigen, sodass wir nach ca. 7,5h gegen 20.30 Uhr unser Hotelzimmer beziehen konnten. Am Abend sind wir nur noch schnell was Essen gegangen und dann ins Bett, denn am nächsten Morgen wurden wir schon um 5 Uhr für unseren Bootsausflug am Hotel abgeholt.

Bootsausflug auf dem Mekong

Der schwimmende (Groß-)Markt von Cai Rang

Unser netter Bootsführer holte uns pünktlich um 5 Uhr morgens am Hotel ab und noch etwas verschlafen liefen wir in der Dunkelheit ein paar Meter zum Ufer des Mekong. Dort stiegen wir in ein wackliges kleines Holzboot ein und die Fahrt zum schwimmenden Großmarkt von Cai Rang konnte beginnen. Wir hielten zunächst noch an einer Tankstelle auf dem Wasser und fuhren dann mit knatterndem Motor weiter über den Mekong, wobei wir im Dunkeln nur erahnen konnten wie die Uferlandschaft wohl aussieht. Nach einiger Zeit ging dann langsam die Sonne auf und tauchte das Mekong-Delta in sanftes Licht.

Schließlich erreichten wir den schwimmenden Großmarkt von Cai Rang, auf dem buntes Treiben herrschte. Große Boote voll geladen mit Melonen, Ananans, Gemüse, etc. schwammen auf dem Mekong und die Verkäufer brachten ihre Ware an den Mann. Fleißig wurde die frische Ware auf die kleineren Boote der Käufer umgeladen.

Die Boote haben alle einen langen Holzstab, der in die Luft ragt und an dem ein Beispielexemplar der Ware befestigt ist, die aus dem Boot verkauft wird. Somit sieht man schon von Weitem, was man an welchem Boot kaufen kann.

Die Mengen hier sind riesig, wie auf dem Großmarkt eben. Unser Bootsführer schipperte uns an den vielen großen Booten vorbei, sodass wir in Ruhe das rege Treiben beobachten konnten. Als wir genug gesehen hatten ging die Fahrt weiter zum nächsten schwimmenden Markt.

Mehr Fotos gibt es hier.

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Der schwimmende Markt von Cai Be

Der schwimmende Markt von Cai Be ist deutlich kleiner und ganz anders als der von Cai Rang. In Cai Be rudern Frauen in knallbunten Anziehsachen mit Reishut in ihren kleinen Holzbooten, die mit herrlich frischem Obst und Gemüse beladen sind, auf dem Mekong und verkaufen ihre Waren in eher kleinen Mengen. Hier macht wahrscheinlich der normale Vietnamese seinen Einkauf.

Als wir zwischen den Booten der Frauen herfuhren wurden uns allerlei Früchte angeboten, die frisch aufgeschnitten werden. Wir probierten Mango, Ananas und Wassermelone – yummi – während wir das bunte Markttreiben auf uns wirken ließen. Die Verkäuferinnen hatten sichtlich Spaß und schienen in kleinen Grüppchen die größten Neuigkeiten auszutauschen bevor sie in lautes Lachen ausbrachen.

Unser Bootsführer hat uns zwischendurch immer wieder mit selbst gebastelten Sachen aus Schilf, wie z.B. Armbändern, Kronen, einem Herz,… überrascht.

Mehr Fotos findet ihr hier.

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Reisnudelherstellung

Anschließend ging es weiter entlang des Mekongs, an dessen Ufer die Menschen in einfachen Hütten leben und deren Leben sich auf und am Fluss abspielt. Auf der Fahrt begegneten uns viele maßlos überladene Schiffe mit teilweise sehr interessanten Konstruktionen damit der Kapitän noch über die riesige Ladung schauen kann.

Dann hielten wir an einer kleinen Reisnudelherstellung, wo zunächst der Teig aus Reismehl hergestellt wird und anschließend auf dampfenden Platten gegart und auf Bastmatten getrocknet wird.

Kleine Seitenkanäle des Mekong

Schließlich steuerte unser Bootsführer uns noch durch einige der dicht bewachsenen kleinen Seitenkanäle des Mekong. Hier ist es deutlich ruhiger als auf dem breiten Fluss und die Kanäle sind von Palmen und einfachen Hütten gesäumt.

Die Fahrt war herrlich entspannend und wir machten noch einen kurzen Stop, der jedoch ziemlich schockierend war. Als wir das Boot verließen und in die Richtung liefen, die unser Bootsführer uns anzeigte, sahen wir unzählige Bretter, auf denen blutige Schlangenhaut gespannt war um in der Sonne zu trocknen. Weiter hinten lagen riesige tote Schlangen, die mit Luft aufgepustet wurden – ein schrecklicher Anblick. Fotos waren hier nicht erlaubt (welch Überraschung) und ich hätte auch keine machen wollen von dieser grausamen Kulisse.

Nach einem kurzen Spaziergang durch Gemüsegärten stiegen wir wieder ins Boot um und machten uns auf den Weg zurück zu unserem Hotel. Der Bootsausflug hat insgesamt ca. 6 Stunden gedauert und 450.000 Dong (~16,60€) pro Person gekostet. Es war definitiv ein tolles und unvergessliches Erlebnis das bunte Treiben auf und um den Mekong zu erleben.

Noch mehr Fotos gibt es hier.

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Unterkunftstipp

Ruby Can Tho Hotel: Sehr einfache, kleine Zimmer zu günstigen Preisen. Die Lage ist sehr zentral und super für einen Bootsausflug auf dem Mekong. Das Hotel hat für uns vorab sowohl den Bootsausflug als auch den Weitertransport zuverlässig organisiert.