Von Da Nang sind wir am nächsten Tag für 260.000 Dong (~9,70€) mit einem Uber-Fahrer, mit dem wir am Vorabend verhandelt hatten, ins ca. 30 km entfernte Städtchen Hoi An gefahren. In der 75.000-Einwohner Stadt befand sich einst aufgrund ihrer Lage an der Seidenstraße der größte Hafen Südostasiens. Das Wetter war wie vom Wetterbericht versprochen traumhaft schön mit strahlendem Sonnenschein, dafür aber auch extrem heiß, sodass man bei der kleinsten Bewegung ins Schwitzen kam.

Hoi An – Ancient Town

Unsere schöne Unterkunft lag etwas außerhalb hatte aber kostenlose Leihfahrräder mit denen wir in die „Ancient Town“ radeln konnten, die zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt und als einzige Altstadt im Vietnamkrieg unversehrt blieb.

Die Altstadt ist unglaublich charmant mit ihren hübschen alten gelben Häuschen in den kleinen Gässchen und den tausenden Lampions die wie bunte Farbtupfer die Stadt schmücken. Wir waren sofort verliebt in dieses wundervolle Städtchen.

Hoi An liegt an einem Fluss und die palmengesäumte Promenade ist eine schöne Kulisse.

Außerdem gibt es viele bunte Tempel zwischen den alten Häuschen zu erkunden.

Auch das bunte Treiben um den Markt ist sehenswert.

Man kann auch durch die vielen Kunstgalerien schlendern.

Wenn man nicht so wie wir noch einige Zeit mit dem Backpack weiterreist kann man in Hoi An übrigens hervorragend einkaufen (oder man ist professioneller Gewichtheber 🏋). Man kann entspannt durch die Gassen schlendern und die vielen wunderschönen Lädchen erkunden, die alles anbieten was das Herz begehrt – hochwertige Lederwaren, kreative Deko, Kleidung, Souvenirs… Außerdem gibt es unzählige hippe Cafés und Restaurants, in denen kein Wunsch offen bleibt.

Allerdings wird die Stadt zum Leidwesen der Bewohner fast jedes Jahr überschwemmt und in diesem Jahr gab es leider besonders schwere Überschwemmungen. Nur wenige Tage vor unserem Aufenthalt in Hoi An stand das Wasser noch meterhoch in den alten Gassen. Deshalb dachten wir zunächst wir müssten Hoi An schweren Herzens von unserer Reiseroute streichen, doch nachdem uns einige Leute und auch das Internet versicherten dass die Stadt wieder bereisbar ist hielten wir an unserer ursprünglichen Reiseroute fest (zum Glück 🙂 ). Vor Ort waren wir extrem überrascht, dass man bis auf ein paar Wasserränder an einigen Häusern kaum mehr Spuren von den heftigen Überschwemmungen erkennen konnte. Die Stadt war wieder vollständig intakt und sauber.

Mehr Fotos von der Altstadt Hoi An’s gibt es hier.

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Hoi An – Schneiderstadt

Hoi An ist vor allem auch als Schneiderstadt bekannt, in der an jeder Ecke Schneider zu günstigen Preisen Kleidungsstücke in hervorragender Qualität aus edlen Stoffen für die Kunden maßschneidern. Die Chance haben wir uns nicht entgehen lassen und uns bei LaMy Tailor Businessoutfits schneidern lassen, da wir im Januar ins Berufsleben starten bzw. zurückkehren. Der Service war super herzlich und einfach spitze: sorgfältig wurden unsere Maße genommen, wir konnten aus einer Vielzahl an Schnitten und Stoffen ganz nach unseren Wünschen auswählen und nach dreimaligem Fitting, in dem mit viel Liebe zum Detail alles genau angepasst wurde, konnten wir unsere fertigen Anzüge bereits am nächsten Abend abholen. Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis, der tollen Qualität und dem unschlagbaren Preis. Wenn man Hoi An besucht sollte man sich die Möglichkeit auf ein maßgeschneidertes Kleidungsstück unserer Meinung nach nicht entgehen lassen – dies ist gleichzeitig eine tolle Erinnerung an Vietnam.

Magische Stimmung bei Nacht

Wenn abends die Sonne untergeht und sich der strahlend blaue Himmel über den gelben Häuschen schwarz färbt, erstrahlt Hoi An in einem ganz besonderen Glanz und verzaubert wirklich jeden. Die tausenden Lampions zwischen den Häusern leuchten dann in allen möglichen Farben und verleihen der Stadt ein ganz besonderes Flair.

Außerdem gibt es unzählige Geschäfte die die zauberhaften Lampions verkaufen und somit ein Lichtermeer aus Lampions in ihren Geschäften präsentieren.

Auch die Promenade am Fluss sowie einige der Gebäude sind abends unglaublich schön beleuchtet.

Mehr Fotos von Hoi An bei Nacht gibt es hier.

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Fazit

Hoi An war definitiv eins unserer Highlights in Vietnam und für uns eins der schönsten Städtchen in ganz Asien. Trotz der vielen Touristen ist die Stadt absolut sehenswert und büßt nichts an Charme ein. Hier kann man auch gut ein paar Tage länger bleiben als ursprünglich geplant. Ein absolutes Must-See auf jeder Reiseroute durch Vietnam.

Unterkunftstipp

Thien Tan Homestay: Tolle große Zimmer mit schönem Bad zu unschlagbar günstigen Preisen. Der Service ist super, es gibt leckeres Frühstück und kostenlose Leihfahrräder, sodass die Lage etwas außerhalb der Altstadt überhaupt nicht stört.

Restauranttipps

Home Hoi An Vietnamese Restaurant: Gehobene vietnamesische Küche in tollem Ambiente. Das Essen war extrem lecker – wir hatten eine vietnamesische Suppe mit gefüllten Ravioli.

Mot Hoi An: Kleines süßes Restaurant mit sehr kleiner Speisekarte lokaler Gerichte zu unschlagbar günstigen Preisen. Die Nudelsuppe war total lecker.

What Else Coffee: Charmantes günstiges Restaurant mit leckeren Gerichten, das versteckt in einer kleinen Gasse liegt. Die vietnamesischen Nudeln mit gebratenem Gemüse waren ein Träumchen.

Cafétipps

Cocobox: Stylisches Café mit tollem Kokoseis.

T’aroma Coffee: Leckerer Kaffee in hübschem Ambiente