Mandalay

Mandalay selbst hat uns gar nicht gefallen: es ist laut, dreckig und irgendwie überhaupt nicht charmant. Deshalb haben wir uns für einen Tagesausflug mit einem privaten Fahrer zu den umliegenden alten Königsstädten und einigen weiteren Sehenswürdigkeiten entschieden. Der Fahrer hat uns für den ganzen Tag 40.000 Kyat (~ 25€) gekostet und wir konnten ganz flexibel entscheiden, wo wir hinfahren möchten. Allerdings kamen noch einige Kosten für Bootsfahrten, Eintrittsgelder, etc. hinzu. Man muss unter anderem ein Eintrittsgeld für die Region („Mandalay Archaelogical Zone Fee Card“) von 10.000 Kyat (~6€) entrichten. Morgens ging es nach dem Frühstück dann direkt los zur ersten Station.

Lebender Buddha im Mahamuni Tempel

Da wir nur von einem lebenden Buddha gelesen hatten waren wir neugierig und haben uns zum Mahamuni Tempel bringen lassen. Als wir das Innere betraten war relativ schnell klar, warum diese riesige glänzend goldene Buddhastatue angeblich lebt – sie wird immer weiter von Gläubigen mit Blattgold beklebt (wie so oft dürfen das nur die Männer), sodass die Beine und Arme über die Jahre ein enormes Wachstum hingelegt haben.

Mahagandayon Kloster

Unser Fahrer hat uns dann pünktlich um 10.15 Uhr zum Mahagandayon Kloster gebracht, in dem über 2000 Mönche leben. Jeden Morgen um diese Uhrzeit laufen die Mönche in langen Reihen zum Mittagessen und bekommen auf dem Weg Essens-, Sach- und Geldspenden von Gläubigen in ihre Behälter gelegt.

Es ist schon ein tolles Bild so viele Mönche durch die kleinen Straßen der riesigen Klosteranlage schreiten zu sehen. Allerdings waren für unseren Geschmack zu viele Touristen dort, die teilweise alles ausgeblendet haben um das perfekte Foto zu schießen und an Dreistigkeit kaum zu überbieten waren, was die Atmosphäre etwas gestört hat.

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Sagaing

Sun U Ponya Shin Pagode

Dann fuhren wir zur Sun U Ponya Shin Pagode in der alten Königstadt Sagaing, die auf einem Hügel liegt, sodass man einen tollen Blick auf den Irrawaddy River und die ganze Pagodenlandschaft Sagaings hat. Sagaing ist ein wichtiges buddhistisches Zentrum in Myanmar und der Sagaing Hügel ist von unzähligen Pagoden und Klöstern bedeckt, die dem Ort eine spirituelle Atmosphäre verleihen. Hier oben haben wir erstmal die Sonne und die schöne Aussicht in vollen Zügen genossen.

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Uminthonese Cave

Anschließend ging es nur ein paar Minuten Fahrtweg weiter zur Uminthonese Cave mit 45 sitzenden Buddhastatuen, die hinter schmalen verzierten Eingängen zu finden sind.

Auch hier hat man einen schönen Blick auf Sagaings grüne Hügel mit den vielen Pagodenspitzen.

Inwa (ehemals Ava)

Gegen Mittag erreichten wir dann das gegenüberliegende Ufer von Inwa, wo wir in ein kleines Boot umstiegen, dass uns auf die andere Flusseite gebracht hat.

In der kleinen idyllischen Stadt Inwa, die einst Königsstadt war, bewegt man sich mit bunten Pferdekutschen fort, sodass wir für 10.000 Kyat (~ 6€) mit einem PS zu den größten Sehenswürdigkeiten der Stadt gebracht wurden. Eigentlich sind wir keine großen Fans von Pferdekutschen, da die Tiere oft schlecht behandelt werden, aber es gab keine andere Option. Unser Pferd sah sehr gepflegt aus, der Kutscher hat es liebevoll behandelt und uns erklärt, dass es nur eine Tour pro Tag macht.

Auf dem Weg fuhren wir an Bananenplantagen, Reisfeldern, traditionellen Häusern und einigen Pagoden vorbei, wobei wir auf den unebenen Feldwegen gut durchgeschüttelt wurden.

Wir haben die folgenden Sehenswürdigkeiten angesteuert.

Bargaya Kyaung Kloster

Dieses imposante Kloster aus Teakholz mit vielen Verzierungen und kunstvollen Schnitzereien wurde 1834 erbaut und besteht aus 267 Teakholzpfeilern.

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Mahar Aung Mye Bon San Kloster

Dieses Kloster aus Stein mit einem mehrstufigen Dach stammt aus dem 19. Jahrhundert und ist reichlich verziert.

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Nanmyin (oder der schiefe Turm von Inwa)

Der 27m hohe Turm der seit einem Erdbeben schief steht ist das einzige Überbleibsel vom ehemaligen Palast.

Tempelruinen

Dann besichtigten wir noch eine schöne Tempelruine, die in großen Teilen bereits von der Natur zurückerobert wurde.

Amarapura

U Bein Brücke

Zum Sonnenuntergang ging es in die alte Königsstadt Amarapura zur U Bein Brücke, die über den Taungthaman See führt und mit 1,2km die längste Teakholzbrücke der Welt ist. Man kann gut das bunte Treiben auf der Brücke und drumherum beobachten und über die maroden Holzplanken spazieren, die von über 1000 Holzpfählen getragen werden. Ein Geländer gibt es nicht.

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Zum Sonnenuntergang haben wir nach einigen Verhandlungen zusammen mit 3 Thailänderinnen ein Ruderboot genommen, um den spektakulären Sonnenuntergang hinter der Brücke vom Wasser aus zu bestaunen.

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Restauranttipps für Mandalay

Mingalabar: Tolles Restaurant mit lokaler Küche zu günstigen Preisen. Zu jedem Hauptgericht bekommt man viele kleine Schälchen mit verschiedenen Beilagen sowie landestypische Nachspeisen.

Nova Coffee: Stylisches Café/ Restaurant mit tollen, liebevoll angerichteten Gerichten zu annehmbaren Preisen, wenn man mal etwas anderes möchte. Besonders das Lamm ist sehr zu empfehlen.

Mangia: Sehr frische leckere Salate und Pasta. Die Portionen sind allerdings eher klein und nicht ganz günstig.

Unterkunftstipps für Mandalay

Royal Pearl Hotel: Saubere, günstige Zimmer und ein großes Frühstücksbüffet.

Hotel Boss: Nagelneues Hotel mit schönen Zimmern, das erst im Oktober 2017 eröffnet hat. Wir haben zum Schnäppchenpreis von 15€ für eine Nacht im Doppelzimmer inklusive Frühstück gebucht (was aber nicht ganz überzeugen konnte)