Von George Town haben wir morgens einen Minibus zu den Cameron Highlands genommen, den wir in einer der Travel Agencies für 40 MYR (~8€) gebucht hatten. Nach ca. 5h erreichten wir das grüne Hochland Malaysias (es ist wirklich sehr sehr grün) und fuhren an unzähligen Erdbeerfarmen und Gewächshäusern vorbei bevor wir unser Guesthouse in dem Städtchen Tanah Rata erreichten, das Ausgangspunkt für Ausflüge in die Umgebung ist.

Tanah Rata ist nicht sonderlich schön, aber es gibt alles was man braucht: Unterkünfte, Restaurants, kleine Shops, Reiseanbieter, Wäschereien…

Wanderung zu den Teeplantagen durch den Dschungel

Weshalb wir aber eigentlich hier waren sind die Cameron Highlands mit ihrer wunderschönen Natur und den sattgrünen Teeplantagen. Darum haben wir in unserer Unterkunft direkt für den nächsten Tag eine geführte Wanderung durch den Dschungel mit anschließendem Abstieg zu den Teeplantagen gebucht.

Um 8:30 Uhr ging es los und unser super netter Guide Jason von Cameron Secrets hat unsere 10-köpfige Gruppe Richtung Dschungel geführt. Dort haben wir dann regelmäßige Stops eingelegt, in denen er uns sehr viel seines Wissens über Teeanbau, die tropische Pflanzen- und Tierwelt sowie ihre Bedeutung für die Medizin mitgegeben hat. Jason spricht perfektes Englisch und ist bzgl. der medizinischen Forschungstätigkeiten, Umweltschutz, etc. auf dem neuesten Stand. Es war total interessant unbekannte Pflanzen zu entdecken, die z.B. vielversprechende Forschungsergebnisse in der Krebstherapie liefern und vielleicht in den nächsten Jahren am Patienten eingesetzt werden können.

Zunächst wanderten wir einen Gipfel, den Gunung Jasar, hoch von dem man eine schöne Aussicht auf die umliegende Hügellandschaft hatte. Die Wanderung durch den Dschungel war bei der Hitze eine schweißtreibende Angelegenheit und einige Abschnitte waren extrem steil und kraftraubend aber total lohnenswert. Unsere Gruppe war super nett und wir haben uns alle auf Anhieb gut verstanden, sodass die Wanderung noch mehr Spaß machte.

Nach einer Gipfelpause begann dann mit dem Abstieg durch dichteren Dschungel zu den Teeplantagen der anstrengendere Teil des Trips. Der Weg war kaum frei geschnitten sodass man oft durch dichtes Blätterwerk sowie unter oder über umgefallenen Baumstämmen her klettern musste. Um etwas Abwechslung ins Spiel zu bringen gab es zwischendurch einige schlammige und glitschige Abhänge die wir herunter mussten. Dabei hab ich mich natürlich erstmal genau wie einige andere unserer Gruppenmitglieder lang gemacht um meine neue Wanderhose gebührend einzuweihen (sauber ist ja langweilig) 😀

Diese korallenähnliche Pflanze liefert vielversprechende Ergebnisse in der Krebsforschung
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Unten angekommen ging es noch entlang einiger Gemüseplantagen und dann erblickten wir endlich das versprochene Panorama aus smaragdgrünen Teeplantagen und es war ein richtiger Wow-Moment. Die leuchtend grünen Felder aus kunstvoll angepflanztem Tee soweit das Auge reicht sind unglaublich beeindruckend. Wir wanderten quer durch die hügeligen Plantagen und konnten sogar Teepflückern bei der Arbeit zusehen. Am Ende kosteten wir an der Teeplantage dann noch eine Tasse frischen schwarzen Tee bei herrlicher Aussicht bevor es zurück zur Unterkunft ging.

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Am nächsten Tag sind wir mit einem Minibus und einem abenteuerlichen Boot weiter Richtung Taman Negara Nationalpark gefahren: Tausche Teeplantagen gegen Regenwald… Doch davon im nächsten Blogeintrag mehr!

Unterkunftstipp

Father’s Guesthouse: Ein einfaches Guesthouse mit sauberen Zimmern, wahlweise mit eigenem oder Gemeinschaftsbad. Das Personal ist sehr freundlich und hilft gerne beim Organisieren von Ausflügen oder Transport. Im angeschlossenen Café gibt es leckeres Frühstück zu günstigen Preisen.

Restauranttipp

KouGen: Das Essen in diesem japanischen Restaurant mitten in der Stadt ist super lecker und der Service sehr freundlich. Besonders empfehlenswert sind der Reis mit Gemüse und Kingprawns im Tempura Mantel sowie die Dumplings.