Am Sonntag Morgen ging es in einem ca. einstündigen Flug von Singapur ins nächste Abenteuer: auf nach Sumatra (übrigens die sechstgrößte Insel der Welt). Die Vorfreude auf Indonesien war groß, denn vor zwei Jahren haben wir bereits Java und Bali bereist, was uns super gefallen hat.

Angekommen am Flughafen in Medan haben wir uns direkt um die Weiterfahrt zum Tobasee gekümmert. Wir wollten einen Minibus ins ca. 3.5h entfernte Parapat nehmen, da diese relativ günstig sind. Allerdings muss man dann auch so lange warten bis alle Plätze belegt sind, denn erst dann fährt der Bus los. Wir hatten Glück und mussten uns nur ca. eine Dreiviertelstunde gedulden bis die Fahrt mit einigen Indonesiern losging. Die Straßenverhältnisse sind wie fast überall in Asien eher suboptimal und man schaut bei heiklen Überholmanövern auf den verstopften Straßen besser nicht hin. Die Aussicht ist meist eh viel schöner, besonders wenn man den riesigen türkisblauen Tobasee (87km lang und 27km breit) aus dem Fenster bestaunen kann und nebenbei noch ein paar Affen am Straßenrand sitzen.

In Parapat ging es dann auf eine kleine Fähre um in ca. 30 Minuten auf die Halbinsel Samosir überzusetzen. Unsere Unterkunft Toba Village Inn lag in dem schönen ruhigen paradiesischen Örtchen Tuk Tuk, im dem es super viele tolle Restaurants gibt, wie zum Beispiel das Today’s Café. Wir hatten ein hübsches Zimmer mit großem Bad und Balkon und die Anlage hatte zwei Pools mit Blick auf den See – ein Träumchen. Hier haben wir es uns nach den ereignisreichen Wochen in Sri Lanka und Singapur vier Tage lang gut gehen lassen und einfach mal entspannt, zumal das Klima sehr angenehm war. Dass es spät Nachmittags meist geregnet hat, hat uns nicht gestört.

Einen Tag haben wir uns einen Roller gemietet und sind quer über die Insel gecruist: den Fahrtwind im Gesicht, an Feldern und kleinen Dörfern entlang, immer den wunderschönen See im Blick. Dabei haben wir viele der traditionellen Batak Häuser mit ihrer charakteristischen Form und den aufwendigen Verzierungen gesehen. Die Batak sind ein indigenes Volk, das vor allem auf Samosir und um den Tobasee herum lebt. Auf der Rollertour haben wir dann noch ein verstecktes Paradies entdeckt: das Buddha’s Café mit einem wunderschönen tropischen Garten und fantastischem Essen (das hausgemachte Schokosorbet ist ein echtes Highlight).

Die vier Tage am Tobasee vergingen wie im Flug. Auch wenn uns viele Dinge aus unserer vorherigen Indonesienreise bekannt vorkamen und wir wieder in den Genuss von Nasi Goreng (unschlagbar leckerer gebratener Reis) und Mie Goreng (das selbe nur mit Nudeln) kamen, so ist auf Sumatra doch vieles anders (same same but different eben). Wie anhand der Recherche im Vorfeld erwartet hatten wir das Gefühl, dass gerade die Menschen in den kleineren Dörfern sehr arm sind und dass Sumatra in vielerlei Hinsicht noch sehr rückständig ist. Dies zeigte sich an unserer nächsten Station in Berastagi noch viel deutlicher, doch davon im nächsten Blogeintrag bald mehr…

PS: es wird brandheiße Vulkanbilder geben 😉

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