Pünktlich um sieben Uhr steht unser netter TukTuk-Fahrer vom Vortag wie vereinbart vor unserem Hotel um uns abzuholen. Heute werden wir uns auf die Spuren der Vergangenheit begeben, denn es geht zu den ca. 100km entfernten Weltkulturerbestätten „Goldener Tempel von Dambulla“ und „Sigiriya“.

Auf der Fahrt Richtung Norden halten wir zunächst an einem ziemlich farbenfrohen Hindu Tempel in Matale, in dem gerade eine Zeremonie stattfindet. Dann geht es weiter nach Dambulla zum Goldenen Tempel um die Höhlentempel anzuschauen.

In Dambulla gibt es über 80 Höhlen mit Tempeln, von denen wir die 5 berühmtesten heute bestaunen können. Das Klima hier im Norden ist ziemlich unangenehm, denn es ist unmenschlich heiß und die Sonne brennt richtig. Der Aufstieg vom Goldenen Tempel mit seiner großen goldenen Buddhastatue zu den Höhlentempeln ist sehr anstrengend und wir müssen viele Treppenstufen hochlaufen, was unserem Kreislauf ziemlich zusetzt. Wir kommen dann aber doch oben an (wenn auch komplett nass geschwitzt), von wo man einen super Ausblick auf den umliegenden Dschungel hat. In den riesigen Höhlen, die in Granitfels geschlagen wurden, befinden sich historische Malereien und zahlreiche Statuen (über 150), die etwa aus der Zeit um 100 v. Chr. stammen und sehr beeindruckend sind. Um den Tempel herum kann man überall quirlige Affen beobachten.

Wieder unten angekommen geht es nun zum Löwenfelsen „Sigiriya“, einem Monolith auf dem sich die Ruinen einer alten Festung mit Palastgebäuden befinden, die ca. in der Mitte des 5. Jahrhunderts n. Chr. als Königsresidenz errichtet wurden. Der 200m hohe Fels ist der Magmablock eines Vulkans und ragt majestätisch aus der Ebene auf. In der kochenden Mittagshitze quälen wir uns die überfüllten Treppen langsam hoch. Zur Zeit sind Ferien in Sri Lanka, sodass die Singhalesen viele Ausflüge machen. Der Ausblick von oben auf die umliegende Landschaft ist atemberaubend schön und die Ruinen der Festung verleihen dem Felsen etwas Mystisches. Wir genießen unsere Gipfelpause bei bester Aussicht bevor es wieder zurück nach Kandy geht.

Die Rückfahrt mit dem TukTuk ist bei der extremen Hitze auf den verstopften Straßen ziemlich unangenehm und es dauert gefühlt eine halbe Ewigkeit bis wir hundemüde aber um unvergessliche Eindrücke reicher zurück in unserer Unterkunft sind.

Hindu Tempel in Matale
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